Internationale MINTEEE-Auftaktkonferenz

Science Meets Fiction

  
15. November 2016
in der
Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften


»Imagination will often carry us to worlds that never were, but without it we go nowhere.« Carl Sagan
 
Die internationale Konferenz »Science meets Fiction: Science und Gender im Science-Fiction und Sitcom-Format« geht den Potenzialen von Spielfilmen und Serien der entsprechenden Genres nach, naturwissenschaftlich-technisches Interesse zu wecken und nicht nur zu sozialen, sondern auch zu natur­wissen­schaftlich-technischen Forschungen und Innovationen anzuregen.

Vorgestellt wird zunächst, wie Science-Fiction-Produktionen und Space-Movies nicht nur zum naturwissenschaftlich-technischen Studium und speziell junge Frauen zu einer ge­schlechts­untypi­schen Berufswahl anregen können, sondern wie sie Wissen­schaftler/-innen auch zu Forschungs- und Entwicklungsideen inspirieren.
 
Im Anschluss daran wird aufgezeigt, wie speziell Sitcoms für einen breitenwirksamen Imagewandel und für mehr Wert­schätzung und Akzeptanz von Wissenschaftlerinnen und Nerds sorgen können.
 
Anhand konkreter Beispiele zeigen Wissenschaftler/-innen und Filmschaffende danach, wie Science und Fiction erfolgreich ko­operieren können, wenn es darum geht, Entdeckungsreisen in eine zukünftige und unbekannte Welt mit starken Frauen in naturwissenschaftlich-technischen Berufsrollen zu erzählen oder in Sitcoms das alltägliche Leben von Wissen­schaftlerinnen und Nerds in Szene zu setzen.
 
Während in amerikanischen und britischen Spielfilmen und Serien Wissenschaftlerinnen und Nerds deutlich auf dem Vormarsch sind, sind sie in deutschen Spielfilmen und Serien kaum zu finden. Die Ursachen dafür und Ansatzpunkte zur Veränderung werden mit Vertretern/-innen aus Science und Fiction diskutiert.
 
Beleuchtet wird auch, welche Chancen in diesem Zusammen­hang der Eintritt neuer Programmanbieter für deutsche Pro­duktionen bietet. Weiterhin wird diskutiert, welchen Beitrag Wissenschafts(förder-) organisationen, Filmhochschulen und Universitäten leisten können, auch in Deutschland die Ausbil­dungs- und Entwicklungszusammenarbeit von Science und Fiction zu fördern, um für mehr Mathematik, Informatik, Natur­wissenschaft und Technologie (MINT) und mehr weibliche MINT-Role-Models zu sorgen.
 
Zum Abschluss der Konferenz werden vier parallele Work­shops angeboten, die Gelegenheit für einen vertiefenden Er­fahrungs­austausch mit den anwesenden Experten/-innen bieten und der Vernetzung in kleinerer Runde dienen.

Die internationale Konferenz »Science Meets Fiction« wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung ge­fördert und in Kooperation mit der Max-Planck-Gesellschaft, der Fraunhofer Gesellschaft und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt durchgeführt.
Die Konferenz wird überwiegend simultan (Englisch<->Deutsch) übersetzt.